Microsoft bietet daher speziell für Entwickler die SQL Workstation 6.5 an, die sich aus drei Komponenten zusammensetzt:
- der Microsoft® SQL Workstation 6.5,
- dem Programmer´s Toolkit; die Entwicklungsbibliotheken der DB-Library für C, Visual C++™ und Visual Basic®,
- den Open Data Services; die Entwicklungsbibliotheken zur Datenbank-Gateway-Programmierung.
Die neuen und erweiterten Funktionalitäten erfüllen dabei allgemeine Industriestandards und machen die Entwicklung und den Einsatz verteilter unternehmenskritischer Anwendungen noch einfacher und schneller.
Nachfolgend finden Sie eine kurze Beschreibung zu den wichtigen Merkmalen von Microsoft® SQL Workstation 6.5.
1. Microsoft® SQL Workstation 6.5
Integration des Transaktionskoordinators DTC, Internet-Unterstützung
Zu den wichtigsten Erweiterungen und Neuerungen zählen die Integration des Transaktionskoordinators DTC (Distributed Transaction Coordinator), die Unterstützung für das Internet, neue Funktionalitäten für den Einsatz als Data Warehouse-Datenbank sowie die Unterstützung der PowerPC-Plattform.
Verteilte Transaktionen mit dem Distributed Transaction Coordinator (DTC)
Verteilte Transaktionen über mehrere voneinander unabhängige Datenbank-Server können im neuen Release sehr einfach mit dem Distributed Transaction Coordinator (DTC) realisiert werden. Dieser neue unter Microsoft® Windows NT™ laufende Service ermöglicht aufgrund seiner XA-Kompatibilität auch die Verteilung von Transaktionen mittels anderer Transaktionsmonitore im Unternehmensnetzwerk.
Unterstützung von ANSI-92 Standard, SNMP, XA und Standard-Netzwerkprotokollen
Neben den Standards, die bereits die Vorgängerversion erfüllte (wie ODBC, OLE, MAPI und Win32), beinhaltet die neue Version nun auch den ANSI-92 Standard, SNMP, XA und ist als derzeit einzige relationale Datenbank NIST (National Institute for Standardisation and Technology) und FIPS zertifiziert.
Des weiteren unterstützt der SQL Server folgende standardisierte Netzwerkprotokolle: TCP/IP, IPX/SPX, NetBEUI, DEC Pathworks, Apple Talk, Vines IP und SNA (über den Microsoft® SNA Server).
Einsatz von Microsoft® SQL Server auch als Datenbank im Bereich "Data Warehouse"
Um den Microsoft® SQL Server auch als Datenbank im Data Warehouse einsetzen zu können, wurde neben dem CUBE und dem ROLLUP-Operator eine Replikation zu heterogenen Datenbanken (z. B. Oracle, Sybase oder auch Microsoft® Access) in das Produkt implementiert.
Weitere Features
Auch für die Konsistenz und den ununterbrochenen Zugriff auf die Unternehmensdaten kann das neue Release mit neuen Funktionalitäten aufwarten. So unterstützt der SQL Server nun auch Sicherungen von individuellen Tabellen, läßt die Neuerstellung von Indizes auch ohne Löschung zu und bietet ein Point-in-Time Recovery. Der Microsoft® SQL Server 6.5 unterstützt auch die Fail-Over-Technologie, die von Compaq® mit dem Compaq Online Recovery Server auf Basis von ProLiant-Server angeboten wird.
Replikation, sehr große Datenbanken und zentralisierte Verwaltung
Flexible und leistungsfähige Datenreplikation und die Unterstützung für sehr große Datenbanken (>50 Giga Byte) helfen dem modernen Unternehmen, die Abteilungs- und Aufgabenstrukturen in der Informationsverarbeitung abzubilden und die im Informationsprozeß involvierten Benutzer optimal zu unterstützen. Der SQL Server eignet sich somit insbesondere für die Verteilung von großen Datenbeständen über die gesamte Unternehmung auf Abteilungsserver und Server in Außendienststellen. Graphische Werkzeuge und ein stark erweiterter Funktionsumfang ermöglichen dabei eine zentrale Verwaltung aller SQL Server im Netzwerk von einer zentralen Stelle aus.
Ganz ohne den Einsatz komplexer Transaktionsmonitore ermöglicht es der Microsoft® SQL Server, mit kurzen Antwortzeiten für hunderte gleichzeitiger Anwender eine hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit der anstehenden Transaktionen zu erzielen.
Leistung
Durch den Einsatz des Microsoft SQL Servers kann die Wahl des zum Einsatz kommenden Rechnersystems optimal auf die jetzigen und zukünftigen Bedürfnisse angepaßt werden. Durch die Skalierbarkeit über alle Windows NT™-Plattformen hinweg stehen über 3500 Einprozessorsysteme und über 130 Mehrprozessorsysteme mit Intel®-, Alpha AXP™- und MIPS®-basierenden Prozessoren zur freien Auswahl.
Sicherheit
Zugriffssicherheit und Schutz vor unbefugter Verwendung von vertraulichen Daten ist eine essentielle Aufgabe für eine moderne Datenbank. Durch die Vergabe von Berechtigungen bis auf Spaltenebene der Tabellen, den Einsatz von Sichten (Views) und gespeicherten Prozeduren lassen sich die Sicherheitsbestimmungen der Unternehmung im Microsoft SQL Server bestens abbilden. Während der Verarbeitung ist es dann belanglos, welche Anwendung auf die Daten zugreifen will, es wird immer zuerst vom SQL Server geprüft, ob die Berechtigung für die gewünschte Aktion tatsächlich besteht.
Übereinstimmung Daten - Realität
Mit Hilfe von Triggern und gespeicherten Prozeduren werden komplizierte und komplexe Geschäftsregeln in der Datenbank hinterlegt und den Anwendungen zur Verfügung gestellt. Aus unterschiedlichen Applikationen werden alle Eingaben, Änderungen und Zugriffe auf den Datenbestand auf die Einhaltung dieser Bedingungen hin überprüft. Damit entsprechen alle Eintragungen in der Datenbank und die Beziehungen der Datensätze untereinander immer der Realität.
Im Falle eines Systemfehlers werden unvollständig abgearbeitete und zusammengehörige Transaktionen automatisch abgeschlossen oder zurückgesetzt, um die Konsistenz der Datenbank zu gewährleisten.
Geschützte Benutzerverbindungen ermöglichen ununterbrochenes Arbeiten mit der Datenbank, auch wenn andere Applikationen die Verbindung nicht korrekt abbauen, und somit auch absoluten Schutz für den Server selbst.
Hohe Verfügbarkeit der Daten
Zeitlich geplante oder automatische Datensicherungen können dynamisch während der Datenverarbeitung ablaufen und gewährleisten damit einen hohen Grad der Verfügbarkeit des Datenbanksystems.
Die Möglichkeit zur Plattenspiegelung und die Unterstützung der RAID-Technologie bewahren die Geschäftsdaten vor Verlust und im Falle von Festplattenfehlern die Verarbeitung vor Stillstandzeiten.
Integration
Integration und damit einhergehender Investitionsschutz sind nicht nur Schlagworte, sondern eine unbedingte Notwendigkeit. Ob es das eingesetzte Netzwerk oder die bestehenden Datenquellen(HOST-Systeme, IBM® AS/400 o.ä.) sind, ob es Erfahrung und Know-how mit Entwicklungssystemen und Programmiersprachen, oder ob es bestehende Anwendungen sind, mit dem SQL Server werden viele Standards unterstützt und offene Schnittstellen zur Programmierung zur Verfügung gestellt.
Ob in einer NetWare®-Umgebung, einem DEC® PATHWORKS-Netzwerk oder auch in gemischten Umgebungen mit mehreren Protokollen gleichzeitig - überall läßt sich der Microsoft® SQL Server problemlos integrieren. Dies schützt die bestehenden Investitionen und macht dennoch die volle Nutzung der Server-Datenbank in bestehenden Umgebungen möglich.
Offenheit
ODBC (Open Database Connectivity), Embedded SQL (ESQL) oder die DB-Library bieten Hunderten von bestehenden Applikationen die Möglichkeit, den SQL Server als das Datenbank-Backend zu nutzten. Ebenso einfach können mit Hilfe dieser Technologie sehr vielen Entwicklungsumgebungen Client-Server-Lösungen erstellt werden, die auf dem Microsoft SQL Server basieren. Microsoft Open Data Services(ODS) stellt eine Programmierschnittstelle für die Entwicklung von Server-Anwendungen zur Verfügung, die auf eine Reihe von SQL und Nicht-SQL-Datenquellen und Diensten zugreifen können und diese im Stile eines SQL Servers darstellen.
2. Programmer´s Toolkit
Das Programmer´s Toolkit (PTK) enthält alle benötigten Bibliotheken für die Programmierung mit C oder Visual C++™ und Visual Basic®. Beide Bibliotheken setzen dabei auf die Schnittstelle des SQL Servers (DB-Library) auf und bieten somit umfangreiche Funktionen für eine effiziente Entwicklung von Client-Server-Anwendungen. Eine große Anzahl an Beispielen und die umfassende Funktionsbeschreibung in den mitgelieferten Handbüchern helfen dem Entwickler, neue oder komplexe Technologie zu verstehen und zu programmieren.
3. Open Data Services
Microsoft Open Data Services (ODS) ist eine Programmierschnittstelle für die Entwicklung von Server-Anwendungen, die auf eine Reihe von SQL- und Nicht-SQL-Datenquellen und -Diensten zugreifen können, und diese im Stil eines SQL Servers darstellen. Damit ist es möglich, Datenbank-Gateways zu anderen Datenquellen zu erstellen. Zusätzlich sind im Produkt die Bibliotheken für die Programmierung von Open-Data-Services-Anwendungen enthalten.
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