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        | Treiber-Handbuch fuer den
        |
        | ELSA WINNER PC-Draft Grafiktreiber, Version 6.61
        | ELSA WINNER PC-Draft Displaylist-Grafiktreiber, Version 6.61
        |
        |        WINNER 1000PRO/X  (Einschirmbetrieb)
        |        WINNER 2000PRO/X  (Ein- oder Zweischirmbetrieb)
        |        WINNER 3000-S     (Einschirmbetrieb)
        |        WINNER 3000-M/L   (Ein- oder Zweischirmbetrieb)
        |
        | Copyright (c) 1997 ELSA GmbH, Aachen (Germany)
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        |
        | 06.12.96, gw


        0. Inhaltsangaben
        -----------------

        0. Inhaltsangaben

        1. Unterstuetzte ELSA WINNER Grafiksysteme

        2. Nicht unterstuetzte ELSA WINNER Grafiksysteme

        3. Installation

        4. Konfiguration

        5. Betrieb mit DSPWINNR.EXE, DSPWINDL.EXE, DSPWINR2.EXE

        6. Displaylist-Betrieb mit DSPWINDL.EXE



        1. Unterstuetzte ELSA WINNER Grafiksysteme
        ------------------------------------------

        Der ELSA PC-Draft-Treiber laeuft mit folgenden ELSA Grafikkarten:

          WINNER 1000PRO/X    (S3 868)      nur im Einschirmbetrieb
          WINNER 2000PRO/X    (S3 968)      Ein- oder Zweischirmbetrieb
          WINNER 3000-S       (S3 ViRGE/DX) nur im Einschirmbetrieb
          WINNER 3000-M       (S3 ViRGE/VX) Ein- oder Zweischirmbetrieb
          WINNER 3000-L       (S3 ViRGE/VX) Ein- oder Zweischirmbetrieb

        In der Regel funktioniert der Treiber auch mit aelteren WINNER 1000-
        bzw. WINNER 2000-Systemen mit folgenden Grafikcontrollern:

          S3 928, S3 805i, S3 864, S3 964

        Diese Karten werden allerdings, was den PC-Draft-Treiber angeht,
        NICHT von der Qualitaetssicherung mitgetestet, so dass die einwand-
        freie Funktion des Treibers auf diesen Karten NICHT garantiert
        werden kann.


        2. Nicht unterstuetzte ELSA WINNER Grafiksysteme
        ------------------------------------------------

        Die folgenden ELSA WINNER Grafikkarten werden vom PC-Draft-Treiber
        NICHT unterstuetzt:

          WINNER 1024        (C&T 480/481)
          WINNER 1280        (C&T 480/481)
          WINNER 100VL       (S3 805)
          WINNER 1000TRIO    (S3 764)
          WINNER 1000TRIO/V  (S3 768)
          WINNER 1000TRIO/V+ (S3 765)
          WINNER 2000AVI     (S3 968)
          WINNER 2000AVI/3D  (S3 ViRGE/VX)


        3. Installation
        ---------------

        Begriffsbestimmung:

        Anschliessend unterscheiden wir zwischen Displaylist- und Nicht-
        Displaylistbetrieb, sowie zwischen Ein- und Zweischirm-Grafik-
        betrieb.

        Bei Displaylist-Betrieb kann sehr schnell zwischen verschiedenen
        Bildauschnitten hin- und hergeschaltet werden und sowie ein
        Popupfenster und ein dynamisches Vergroesserungsfenster einge-
        schaltet werden. Dieser Betrieb stellt allerdings hoehere
        Anforderungen an die Speicherausstattung des Rechners, da die
        Displaylistverwaltung und die Displaylisten selbst gegenueber
        dem Nicht-Displaylist-Betrieb zusaetzlich Speicher beanspruchen.
        Es wird fuer jede Zeichnung ein zweites Abbild im Speicher
        erzeugt, aus dem heraus das Bild extrem schnell neu aufgebaut
        werden kann.

        ACHTUNG!
        Bei Mehrschirmbetrieb kann nur jeweils auf BEIDEN Bildschirmen
        gleichzeitig MIT oder OHNE Displaylisten gearbeitet werden.
        Der erste geladene Treiber bestimmt, was geht und was nicht, da
        der zweite Treiber nur als Befehlsuebermittler taetig ist.

        Einschirmbetrieb heisst: Textschirm und Grafikschirm befinden
        sich auf demselben Monitor, wobei der Textschirm bei Bedarf in den
        Grafikbereich eingeblendet wird. Es wird NICHT in den VGA-Textmodus
        geschaltet, um das Textfenster darzustellen. Damit entfaellt das
        laestige Monitorumschalten beim Darstellen der Alphaseite. Als Option
        kann das Textfenster sogar dynamisch in einen anderen Bereich springen,
        sobald das Fadenkreuz in den Bereich des Textfensters hineinfaehrt.
        Diese Option laesst sich allerdings nur mit dem kleinen Zeichensatz
        (8 x 16) bei vertikalen Aufloesungen groesser oder gleich 817
        Bildschirmzeilen einstellen.

        Fuer Zweischirmbetrieb gilt im Prinzip das Gleiche, nur dass noch ein
        zweiter Grafikschirm existiert. Dazu muss eine zweite WINNER 2000PRO/X
        bzw. 3000-M/L in den Rechner eingebaut werden. Voraussetzung ist, dass
        beide Grafikkarten vom selben Typ sind, also entweder 2 x 2000PRO/X
        oder 2 x 3000-M oder 2 x 3000-L.

        Damit ist im Prinzip "PC-Draft 2-Schirmbetrieb" mit einer WINNER-Karte,
        "PC-Draft 3-Schirmbetrieb" mit zwei WINNER-Karten moeglich.

        ACHTUNG!
        Das Textfenster wird generell auf dem ersten Bildschirm eingeblendet,
        da PC-Draft Alphatextausgaben ausschliesslich ueber den zuerst gela-
        denen Treiber realisiert.


        Installation:

        Zunaechst die Datei PMGSERVR.EXE in das PC-Draft-System-Verzeichnis
        kopieren, z.B.

             COPY A:\PMGSERVR.EXE C:\PCDSYS <

        Danach je nach gewuenschter Arbeitsweise Folgendes tun:

        a) Einschirmbetrieb ohne Displaylisten:

           Dateien DSPWINNR.EXE, DSPWINNR.FNT und DSPWALFA.FNT in das
           PC-Draft-Verzeichnis kopieren.

             COPY A:\DSPWINNR.EXE C:\PCDSYS <
             COPY A:\DSPWINNR.FNT C:\PCDSYS <
             COPY A:\DSPWALFA.FNT C:\PCDSYS <

        b) Zweischirmbetrieb ohne Displaylisten (nur WINNER 2000PRO/X
           und WINNER 3000-M/L):

           Dateien DSPWINNR.EXE, DSPWINR2.EXE, DSPWINNR.FNT und DSPWALFA.FNT
           in das PC-Draft-Verzeichnis kopieren.

             COPY A:\DSPWINNR.EXE C:\PCDSYS <
             COPY A:\DSPWINR2.EXE C:\PCDSYS <
             COPY A:\DSPWINNR.FNT C:\PCDSYS <
             COPY A:\DSPWALFA.FNT C:\PCDSYS <

        c) Einschirmbetrieb mit Displaylisten:

           Dateien DSPWINDL.EXE, DSPWINNR.FNT und DSPWALFA.FNT in das
           PC-Draft-Verzeichnis kopieren.

             COPY A:\DSPWINDL.EXE C:\PCDSYS <
             COPY A:\DSPWINNR.FNT C:\PCDSYS <
             COPY A:\DSPWALFA.FNT C:\PCDSYS <

        d) Zweischirmbetrieb mit Displaylisten (nur WINNER 2000PRO/X
           und WINNER 3000-M/L):

           Dateien DSPWINDL.EXE, DSPWINR2.EXE, DSPWINNR.FNT und DSPWALFA.FNT
           in das PC-Draft-Verzeichnis kopieren.

             COPY A:\DSPWINDL.EXE C:\PCDSYS <
             COPY A:\DSPWINR2.EXE C:\PCDSYS <
             COPY A:\DSPWINNR.FNT C:\PCDSYS <
             COPY A:\DSPWALFA.FNT C:\PCDSYS <


        4. Konfiguration
        ----------------

        Die Datei "C:\PCDSYS\MENUSYS\SCRDESC.DAT" um entsprechende
        Grafikmodus-Eintraege ergaenzen, z.B.

             :          :          :           :
          c : (003)m elsa 1024 x 768 Font size 8x16
          0
          742
          8
          14
          1
          sys\marrow2.cur
          2
          -1
          0,0,0,0
          d : (004)m elsa 1280 x 1024 Font size 8x16
          0
          1008
          8
          16
          1
          sys\marrow2.cur
          2
          -1
          0,0,0,0
          e : (005)m elsa 1600 x 1200 Font size 8x16
          0
          1184
          8
          16
          1
          sys\marrow2.cur
          2
          -1
          0,0,0,0
          f : (006)m elsa display list 1024 x 768 Font size 8x16
          0
          23312
          8
          16
          1
          sys\marrow2.cur
          0
          0
          0,0,0,0
          g : (007)m elsa display list 1280 x 1024 Font size 8x16
          0
          25200
          8
          16
          1
          sys\marrow2.cur
          0
          0
          0,0,0,0
             :          :          :           :

        Der entsprechende Buchstabe fuer den jeweiligen Grafikmodus wird
        in der TRAC-Zeile in der Datei \PCDSYS\CAD.CON angegeben, z.B.

          TRAC=m0f0   : ELSA WINNER 1024x768 Displayliste (Einschirm)

        oder

          TRAC=mmgg   : ELSA WINNER 1280x1024 Displayliste (Zweischirm)


        Der Aufruf des Treibers von der DOS-Kommandozeile aus mit dem
        Parameter '/?' gibt die Versionsnummer und die mglichen Treiber-
        optionen auf dem Textschirm aus, z.B. 'DSPWINNR /?' erzeugt die
        folgenden Meldungen auf dem DOS-Textschirm:

            display driver
             not installed

            ELSA WINNER driver for PC-Draft, V.6.55, 21.06.96
            Parameter: Default values  Current values
            ssx (10mm):  3750              3750
            ssy (10mm):  2950              2950
            clr  (0|1):     1                 1
            a  (0|1|2):     0                 0
            fb   (0|1):     0                 0
            xr (pixel):  1280              1280
            yr (pixel):  1024              1024
            sr    (Hz):    75                75
            lr   (kHz):     0                 0

        Danach ist in die Datei C:\PCDSYS\CAD.CON folgendes eintragen:

        a) Einschirmbetrieb:

               :    :
             TRAC=m0x0   : x=entsprechender Grafikmodus-Buchstabe aus
               :    :    : der Datei C:\PCDSYS\MENUSYS\SCRDESC.DAT
             DEV=C:\PCDSYS\DSPWINmm.exe /ssx/ssy/c/a/fb/xr/yr/sr/lr

        a) Zweischirmbetrieb:

               :    :
             TRAC=mmxx   : x=entsprechender Grafikmodus-Buchstabe aus
               :    :    : der Datei C:\PCDSYS\MENUSYS\SCRDESC.DAT
             DEV=C:\PCDSYS\DSPWINmm.exe /ssx/ssy/c/a/fb/xr/yr/hz/khz
             DEV=C:\PCDSYS\DSPWINR2.exe /ssx/ssy/c/a/fb/xr/yr/hz/khz

             "mm" steht fuer "NR" bei Non-DL-Betriebsmodus
                  oder  fuer "DL" bei DL-Betriebsmodus

        Wobei fuer die Parameter folgendes gilt:

        - "ssx" und "ssy" stehen fuer "screen size x/y" = "horizontale/
          vertikale Bildschirmgroesse".
          Diese Parameter geben das Groessen- und Seitenverhaeltnis des
          Bildschirms wieder. Folgende Werte gelten fuer die ELSA Monitore
          GDM-20E40T, GDM-20E40, GDM-2040, GDM-17E40T und GDM-17E40.

            Aufloesung | Bildschirmgroesse in Zoll
          -------------+--------------------------
          1024 x 768:  |    20"           17"
          -------------+--------------------------
              ssx      |   3750          3038
              ssy      |   2746          2224
          -------------+--------------------------
          1280 x 1024: |
          -------------+--------------------------
              ssx      |   3750          3038
              ssy      |   2950          2390
          -------------+--------------------------
          1600 x 1200  |    20"           17"
          -------------+--------------------------
              ssx      |   3750          3038
              ssy      |   2746          2224

          Sollten die Werte nicht zu Ihrem Bildschirm passen, so muessen Sie
          ihn vermessen und die entsprechenden Werte in mm*10 umrechnen
          und eintragen. Messen Sie dabei nur die Breite des sichtbaren
          Grafikbereichs und berechnen Sie die Hoehe im selben Verhaeltnis wie
          die o.a. Werte je nach Seitenverhaeltnis des Bildschirms (entweder
          4:3 oder 5:4). Es ist wichtig, hier nicht einfach die vertikale
          Hoehe zu vermessen, da sonst bei Kreisen Unterschiede zwischen
          "Gummiband"-Kreis beim Erzeugen und dem endgueltig gezeichneten
          Kreis entstehen. Der Gummibandkreis wird vom Grafiktreiber
          gezeichnet, sonst jedoch von PC-Draft mit Linienbefehlen. Der
          Grafiktreiber kann nur Kreise mit durchgezogenem Linientyp
          zeichnen.

        - "c" steht fuer "clear screen" = "loesche Bildschirm".

          c = 0      -> Bildschirm nicht loeschen nach Programmende
          c = 1      -> Bildschirm loeschen nach Programmende

          ACHTUNG!
          Dieser Parameter funktioniert nur auf dem Bildschirm, welcher
          nicht gleichzeitig als VGA-Textschirm verwendet wird. Bei
          Umschaltung vom Grafikmodus in VGA-Textmodus wird der Grafikschirm
          immer geloescht, da Text und Grafik den gleichen Bildspeicher
          benutzen. Bei Zweischirmsystemen ist nur der Wert des ersten
          Treibers massgeblich. Der des zweiten Treibers wird ignoriert.

        - "a" steht fuer "alpha window flag" = "Textfenster-Flag".

          a = 0   -> Statisches Textfenster, kleiner Textfont (8x16)
          a = 1   -> Bewegliches Textfenster, kleiner Textfont (8x16)
          a = 2   -> Statisches Textfenster, grosser Textfont (12x24)

          ACHTUNG!
          Bei Zweischirmsystemen ist nur der Wert des ersten Treibers
          massgeblich. Der des zweiten Treibers wird ignoriert.

        - "fb" steht fuer "first board" = "erste Grafikkarte".
          Dieser Parameter wird benutzt, wenn der VGA-Textschirm
          nicht von PC-Draft zur Grafikausgabe verwendet werden soll.

          fb = 0 -> Die erste installierte WINNER ist erster
                    PC-Draft-Schirm, die zweite ist zweiter
                    PC-Draft-Schirm
          fb = 1 -> Die zweite installierte WINNER ist erster
                    PC-Draft-Schirm, die dritte ist zweiter
                    PC-Draft-Schirm


          ACHTUNG!
          Bei Zweischirmsystemen ist nur der Wert des ersten Treibers
          massgeblich. Der des zweiten Treibers wird ignoriert.

        Die folgenden Parameter dienen der Einstellung der Bildschirm-
        parameter, wie horizontale/vertikale Bildaufloesung, Bild- und
        Zeilenwiederholrate. Diese koennen bei Zweischirmsystemen auch
        unterschiedliche Werte haben, z.B. 1024 x 768 / 100Hz auf dem
        ersten Schirm und 1280 x 1024 / 75Hz auf dem zweiten, je nach
        angeschlossenem Monitor.

        - "xr" und "yr" stehen fuer "x/y resolution" = "horizontale/
          vertikale Bildschirmaufloesung" in Bildpunkten (Pixel).
          Standardwert bei Eingabe von "0" ist der mit WINSETUP.EXE
          abgespeicherte Wert.

        - "sr" steht fuer "screen refresh rate" = "vertikale Ablenkfrequenz"
          bzw. "Bildfrequnz" des Monitors in Hz.
          Standardwert bei Eingabe von "0" ist der mit WINSETUP.EXE
          abgespeicherte Wert.

        - "lr" steht fuer "horizontal line refresh rate" = "horizontale
          Ablenkfrequenz" bzw. "Zeilenfrequenz" des Monitors in kHz.
          Standardwert bei Eingabe von "0" ist der mit WINSETUP.EXE
          abgespeicherte Wert.

        ACHTUNG!
        Die Parameter 'sr' und 'lr' knnen nicht unabhngig voneinander
        eingegeben werden, da die Zeilenfrequenz von der Bildwiederholrate
        direkt abhngt und umgekehrt. Es sollte also immer nur einer der
        beiden Parameter ungleich Null sein. Der jeweils andere leitet
        sich aus dem angegebenen ab und wird im Treiber automatisch
        berechnet.

        Soll in der "DEV"-Zeile hinter dem letzten Treiberparameter
        noch ein Kommentar stehen, so ist hinter den letzten Parameter
        ein weiterer Schraegstrich "/" einzugeben. Andernfalls wird der
        letzte Parameter falsch interpretiert.

        ACHTUNG!
        Bei den letzten vier Parametern muessen die oberen und unteren
        Grenzwerte von Grafikkarte und Monitor eingehalten werden. Diese
        sind jeweils im entsprechenden Handbuch nachzulesen.
        Bitte beachten Sie diesen Hinweis, um Beschaedigungen und/oder
        Verkuerzungen der Lebensdauer von Grafikkarte und Monitor
        vorzubeugen!


        5. Betrieb mit DSPWINNR.EXE, DSPWINDL.EXE, DSPWINR2.EXE
        -------------------------------------------------------

        Nachdem Installation und Konfiguration des ELSA WINNER PC-Draft-
        Treibers erfolgreich abgeschlossen wurden, kann nun der Betrieb
        mit PC-Draft aufgenommen werden.
        Dazu ist zunaechst der ELSA Protected Mode 32bit Graphics Server
        zu laden. Dies geschieht durch Aufruf folgendermassen:

          PMGSERVR <

        "PMGSERVR -h" (aequivalent "-help" oder "-?") zeigt die moeglichen
        Parameter an.

        Der Grafikserver erledigt die Initialisierung und die Zeichenarbeit
        auf der WINNER Grafikkarte, und zwar im 32bit Protected Mode. Damit
        nicht fuer jede zu zeichnende Linie in den Protected Mode und wieder
        zurueck geschaltet werden muss, werden die Zeichenkommandos in einen
        Datenpuffer geschrieben. Sobald dieser voll ist, wird per Interrupt
        in den Protected Mode geschaltet und die Kommandos im Puffer ausge-
        fuehrt. Der PC-Draft-Treiber zeichnet also nicht selbst, sondern
        speichert nur Zeichenbefehle. Dieser Aufwand ist einerseits noetig,
        damit fuer Grafikkarten der neuesten Generationen ueberhaupt noch
        Real Mode TSR-Treiber entwickelt werden koennen. Andererseits nutzt
        man die Vorteile, wie z.B. viel Speicher, lineare Adressierung und
        32bit-Performance, welche die Protected Mode Programmierung bietet,
        auch im 16bit Real Mode.

        ACHTUNG!
        Der Grafikserver ist in jedem Fall VOR dem Start von PC-Draft zu
        laden! Ansonsten kommt eine Fehlermeldung vom Rechner-BIOS, die
        z.B. lauten kann: "Operating system not found". Oder der Rechner
        haengt sich ganz auf. Es ist empfehlenswert, den Grafikserver
        hochzuladen, um in den unteren 640kB mehr freien Speicher zu
        bekommen. Der Grafikserver belegt ca. 40..45kByte im unteren
        ersten MByte (DOS-Speicher).
        Die genaue Groesse haengt vom verwendeten Speichermanager ab.
        Im Prinzip funktioniert er auch ganz ohne Speichermanager.
        In dem Fall kann er allerdings nicht mehr hochgeladen werden.

        Bei geladenem Grafikserver kann nun PC-Draft gestartet werden.
        Das PC-Draft Textfenster wird vom Treiber emuliert und als Fenster
        in den Grafikbereich eingeblendet. Die Grafikkarte befindet sich also
        immer im Grafikmodus. Ausnahmen hiervon sind z.B. das Kommando "#BS"
        welches in den DOS-Eingabeschirm schaltet, oder der Aufruf einiger
        externer Programmzusaetze, da diese explizit den DOS-Textschirm bzw.
        VGA-Grafikschirm verwenden.

        Fuer das Textfenster wird normalerweise derselbe Zeichensatz wie
        fuer den Grafikmenuetext verwendet. Dieser ist 8x16 Punkte gross. Bei
        einer vertikalen Aufloesung von mindestens 817 Bildpunkten kann die
        Option "Dynamisches Textfenster" eingestellt werden. Dabei wird das
        Textfenster entweder an den oberen oder den unteren Bildschirmrand
        verschoben, sobald das Fadenkreuz des Grafikfensters in den Bereich
        des Textfensters hineinfaehrt. Damit kann z.B. bei eingelendetem Text-
        fenster bei der Funktion "I" (geometrische Information) jedes Grafik-
        element erreicht werden, auch wenn es zeitweilig vom Textfenster
        ueberlagert wird.
        Falls der Benutzer lieber ein etwas groesseres Textfenster wuenscht,
        kann er ueber die "Alpha"-Treiberoption "2" auf grossen Zeichensatz
        einstellen. Die Zeichen sind dann 12x24 Punkte gross. In diesem Fall
        funktioniert das dynamische Textfenster allerdings nicht mehr.

        6. Displaylist-Betrieb mit DSPWINDL.EXE
        ---------------------------------------

        Der Treiber legt pro Grafikfenster eine Displayliste an. Der maximale
        Zoombereich liegt je nach Bildschirmaufloesung zwischen Faktor 20..25.
        Groessere Zoomfaktoren koennen nicht erreicht werden, da alle
        Bildschirmkoordinaten nur 16 Bit gross sind.
        Wird der maximale Zoombereich ueber- oder unterschritten,
        erfolgt automatisch eine Regeneration der Displayliste bei gleich-
        zeitigem Neuzeichnen des aktuellen Grafikbasisfensters.

        Mit dem PC-Draft-Befehl "*SW" koennen mehrere Grafikfenster pro
        Bildschirm erzeugt werden. Es wird pro Fenster eine Displayliste
        erzeugt.

        Mit dem PC-Draft-Befehl "*SW <Einfg>" kann zum aktuellen Grafik-
        fenster ein sogenanntes Popup-Fenster erzeugt werden, welches die
        anderen Fenster berlagern kann. Fuer dieses Fenster wird keine
        eigene Displayliste erzeugt, sondern es wird die des bei der Er-
        zeugung aktuellen Grafikbasisfensters zur Anzeige gebracht.
        Wird die Displayliste des aktiven Grafikfensters regeneriert,
        so wird auch das Popupfenster mit dem entsprechenden Bildausschnitt
        neu gezeichnet.

        Mit dem PC-Draft-Befehl "<Ctrl>-<F10>" kann zum aktuellen Grafik-
        fenster ein dynamisches Vergroesserungs-Fenster angezeigt werden,
        welches einen Auschnitt der aktiven Zeichnung vergroessert dar-
        stellt. Das Fenster bewegt sich mit dem Grafikcursor ohne
        laestiges Flimmern. Beim Wechsel des aktiven Grafikbasisfensters
        wird auch das Vergroesserungsfenster aktualisiert. An den Raendern
        des aktiven Grafikfensters bewegt sich das Vergroesserungsfenster
        nicht mehr, nur der Bildausschnitt veraendert sich noch. Dabei
        kann es sein, dass in dem Lupenfenster mehr von der Zeichnung zu
        sehen ist, als im aktiven Grafikfenster. Diese Bereiche sind durch
        ein Rechteck in der aktuellen Cursorfarbe markiert und koennen
        vom Fadenkreuz des Lupenfensters nicht erreicht werden.

        Mit dem PC-Draft-Befehl "*LS" kann der Bildauschnitt des
        Vergroesserungsfensters folgendermassen veraendert werden:
          Druecken Sie die Taste "<Pfeil oben>" um den Bildausschnit
        zu verkleinern (bzw. einen hoeheren Verfroesserungsfaktor zu
        erzielen), oder die Taste "<Pfeil unten>", um das Gegenteil
        zu erreichen.

        Die Displaylisten wachsen dynamisch mit der jeweiligen Zeichnung
        und bentigen etwa 2/3 bis gleich viel Platz im Extended Memory,
        wie die entspr. Datei der Zeichnung auf der Festplatte belegt. Es
        kann vorkommen, das die Displayliste groesser wird als die Datei,
        wenn z.B. sehr viele Kreise/Ellipsen/Text in der Zeichnung vorkommen.

        Alle Displaylisten, auch die des zweiten Grafikschirms, werden vom
        ersten Grafiktreiber verwaltet. Der zweite Grafiktreiber dient
        ausschliesslich dazu, die Grafikkommandos von PC-Draft an den ersten
        Treiber weiterzureichen. Daher auch das Ungleichgewicht im Groessen-
        verhaeltnis der beiden Treiber. Insgesamt koennen also bis zu
        8 Displaylisten in bis zu 10 Fenstern verwaltet werden.

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