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Dokument-Nr. 02.01.43.74   

Welche Auflösungen passen zu welchem Monitor?

Die Forderungen an Monitore beim Betrieb von grafischen Anwendungen wie Windows, OS/2 oder CAD-Programmen sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Neben höheren Bildwiederholraten werden vor allen Dingen auch deutlich höhere Auflösungen gefordert, als dies noch vor einigen Jahren der Fall war.
Durch die steigende Produktvielfalt bei Monitoren und Grafikkarten wird es dem Anwender allerdings nicht leichter gemacht, aufeinander abgestimmte Systeme zu finden und sie entsprechend zu konfigurieren. Um Entscheidungshilfen zu geben, werden nachfolgend einige Fachbegriffe kurz erklärt und praxisrelevante Beispiele aufgezeigt.

Bildschirmauflösung

Die Angabe 1024 x 768 bedeutet, daß 1024 Bildpunkte (Pixel) in je 768 Bildschirmzeilen geschrieben werden.

Bildwiederholfrequenz

Die Angabe 100 Hz bedeutet, daß das dargestellte Bild 100mal pro Sekunde neu aufgebaut und damit flimmerfrei dargestellt wird.

Zeilenfrequenz

Der Wert 80 kHz sagt aus, daß 80.000 Zeilen pro Sekunde geschrieben werden. Heute übliche Monitore mit Multimodetechnik kann man meist ab einer Zeilenfrequenz von ca. 30 kHz (Standard-VGA) bis zum jeweiligen Maximalwert betreiben. Die von der Grafikkarte erzeugte Zeilenfrequenz muß in jedem Fall innerhalb dieser vom Monitorhersteller angegebenen Bandbreite liegen. Prinzipiell sollten Monitore nicht mit höheren Auflösungen als den folgenden betrieben werden:



Über welche technischen Eckdaten der Monitor verfügen muß, um die gewünschte Bildwiederholfrequenz bei einer bestimmten Auflösung zu liefern, zeigen folgende Faustformeln. Oft wird bei Monitoren nur die horizontale Zeilenfrequenz (fh) angegeben. Diese berechnet sich durch die Multiplikation der Bildwiederholrate, auch Vertikalfrequenz oder Refreshrate (fv) genannt, mit der horizontalen Auflösung (yres) sowie einem Korrektur-Faktor von 1,05.
fh = fv * yres *1,05
Beispiel: fh = (100 Hz * 768 * 1,05)

fh ~ 80kHz

Hieraus resultiert, daß für die Darstellung von 100-Hz-Bildwiederholrate bei einer Auflösung 1024 x 768, so wie sie für 17"-Monitore empfohlen wird, eine Zeilenfrequenz von ca. 80 kHz erforderlich ist.

Die Bildwiederholrate (fv) setzt sich aus der Pixelfrequenz (fd), der Bildschirmauflösung (xres * yres) sowie eines vorgegebenen Korrekturfaktors zusammen. Die Höhe des Korrekturfaktors ist abhängig vom jeweiligen Monitor. Er liegt im allgemeinen bei 1,35. kann jedoch zwischen 1,3 und 1,5 schwanken.
fv = fd / xres * yres * 1,35
Beispiel: fv = 107 MHz/(1024 * 768 * 1.35)

fv ~ 100Hz

Das heißt, daß man für die Darstellung einer Auflösung 1024 x 768 mit 100 Hz Bildwiederholrate eine Grafikkarte mit mindestens 107 MHz Pixelfrequenz benötigt.

Die oben genannten Formeln gelten nur für Bildformate 4:3 (z.B. 1024 x 768) oder 5:4 (z.B. 1280 x 1024). Bei 16:10-Bildschirmen sollten Korrekturfaktoren von 1,45 (vertikal) und 1,08 (horizontal) verwendet werden.



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