Hinweise zu Verbindungen mit dem Übertragungsverfahren K56flex
Der Einsatz der 56k-Modemtechnologie beruht auf der Tatsache, daß heute in den Telefonnetzen fast ausschließlich digitale Technik angewandt wird. Hierbei nutzt man die digitale Technik zur Datenübertragung. Bei der Übertragung mit 56k findet nur noch eine a/d-Wandlung statt, nämlich in der letzten Ortsvermittlungsstelle (OVSt). Die Daten werden vom Central-Site-Modem (z.B. beim Internet-Provider) digital übertragen und erst in der letzten Ortsvermittlungsstelle wieder in analoge Signale gewandelt.
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Für die Qualität der Verbindung sind einige Faktoren von Bedeutung: Die "Haus-Verkabelung" ist ein wichtiger Faktor. Bitte verwenden Sie nur die mitgelieferten Kabel und Adapter, und schließen Sie Ihr Modem nur an eine zugelassene Telefondose an (TAE-6 NFN). Die Praxis hat gezeigt, daß die Qualität der Telefonleitung ein entscheidender Faktor ist. ELSA hat mit großem Aufwand versucht, für die Mehrzahl der Anwender eine möglichst hohe und zuverlässige Datenübertragung zu gewährleisten. Leider ist es fast unmöglich, mit der sensiblen 56k-Technologie eine für alle real vorkommenden (auch schlechten) Telefonleitungen diese Einstellung zufriedenstellend zu realisieren.
Ferner sind in der Praxis Fälle bekannt geworden, in denen (vermutlich in Ermangelung freier Leitungen), Teilnehmer über PCM-Bausteine des Netzbetreibers zusammengeschaltet wurden. Diese Technik funktioniert bei Sprachverbindungen noch ohne spürbaren Qualitätsverlust, bei Datenverbindungen kann sich diese Bandbreitenbegrenzung jedoch stark negativ auswirken. Sollten trotzdem an Ihrem Anschluß Probleme auftreten, so bitten wir Sie, das Modem an einem anderen Anschluß zu testen. Um die max. mögliche Übertragungsrate an Ihrem Anschluß herauszufinden, empfehlen wir, die max. eingestellte Verbindungsgeschwindigkeit schrittweise zu reduzieren; dieses bis zu der Stufe, an welcher das Modem eine stabile Verbindung zur Gegenstelle aufbaut. Der Standardwert liegt im Auslieferungszustand bei 56.000 bit/s (überprüfbar mit ATI4). Sie reduzieren den Wert durch den Befehl AT%G1%Bxxxxx , wobei xxxxx hier für die Geschwindigkeit steht, also z.B. AT%B52000. Speichern Sie diesen Wert anschließend mit AT*W.
Die Connect-Meldung gibt keinerlei Aufschluß über die Qualität der gesamten Verbindung. Vielmehr ist sie eine Momentaufnahme der ersten Verhandlung zwischen den beiden Modems. Für eine hohe Performance ist jedoch eine gleichbleibend gute Qualität erforderlich. Da nicht jeder Anschluß die gleichen Werte liefert, kann so ein stabiles Arbeiten des Modems erreicht werden.
In der Dokumentation sind Kommandos aufgeführt, welche einen Rückfall des Modems verhindern (z.B. %L2). Diese Befehle sind ausschließlich für spezielle Anwendungen gedacht, z.B. für direkte, ungepufferte Verbindungen zu Gegenstellen, welche mit einer einzigen, festen Geschwindigkeit arbeiten. Für den "normalen" Internet- oder Mailboxbetrieb des Modems werden diese Befehle nicht benötigt. Das Modem prüft selbständig die Leitungsqualität während der Verbindung und leitet entsprechend den geänderten Leitungswerte automatisch ein Fallforward bzw. ein Fallback ein. Die Fallforward- und Fallback-Funktionen des Modems dienen dazu, die Übertragungsrate der Leitungsqualität anzupassen. Diese Mechanismen sind fest in der Firmware verankert. Ein Eingreifen durch den Anwender ist nicht erforderlich.
Das ELSA MicroLink 56k beinhaltet die Summe der über 10jährigen Erfahrungen aus der ELSA-eigenen Entwicklung, dem Support sowie unserer Qualitätssicherung. Ferner sind in das Produkt die Ergebnisse aus unserem breitgefächerten Feldversuch eingeflossen. Dieser Feldtest hat bestätigt, daß die Leitungsqualität des Netzbetreibers und des Anwenders von entscheidender Bedeutung sind.
Wir werden auch in Zukunft alles daransetzen, um unseren Kunden eine optimale Kommunikationslösung zu bieten.