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Dokument-Nr. 02.01.29.62   

Netware 4.x / Small Business und Internet über LANCOM an 2 Netzwerkkarte

Um einen LANCOM-Router an ein bestehendes 100-Mbit-Netzwerk anzubinden, wird haeufig auf eine einfache 10-Mbit-Netzwerkkarte zurueckgegriffen, die als 2. Karte in einen (Intra-)NetWare-4.xx-Server gesteckt wird. Im folgenden nun die notwendigen Einstellungen, damit alle Workstations im 100-Mbit-Strang ueber diese Art der Konfiguration auf das Internet zugreifen können.

In diesem Beispiel wird von folgenden stellvertretenden Einstellungen ausgegangen:
100-Mbit-Netzwerk ist 223.254.245.0 Netzmaske 255.255.255.0
10-Mbit-Netzwerk ist 223.254.249.0 Netzmaske 255.255.255.0

NetWare-4.xx-Server 100-Mbit-Netzwerkkarte: 223.254.245.209 / 255.255.255.0
NetWare-4.xx-Server 10-Mbit-Netzwerkkarte: 223.254.249.209 / 255.255.255.0
LANCOM-Intranet-Adresse: 223.254.249.1
LANCOM-Intranet-Maske: 255.255.255.0

Die im folegenden Beispiel geladenen Kartentreiber sind als Beispiel zu verstehen und durch die im betroffenen System tatsächlich benoetigten Kartentreiber zu ersetzen. Zusaetzlich ist zu beachten, daß dieses Beispiel ausschließlich die TCP/IP-Konfiguration betrifft, daß also keinerlei für IPX/SPX zuständige Treiber oder Bindungen angegeben sind. Auch die verwendeten IP-Adressen sind als Beispiele zu betrachten.

Diese Beschreibung gliedert sich in 2 Kapitel. Das Kapitel 1 beschreibt die Konfiguration unter Verwendung des RIP-Protokolls. Dieses ermöglicht die automatische Vermittlung von Routen unter den Servern und LANCOM. Kann dieses Protokoll nicht verwendet werden, weil Sie Inkompatibilitäten befürchten oder nicht über das aktuelle TCP.NLM verfügen, so lesen Sie Kapitel 2. Hier wird die Konfiguration ohne RIP aber mit statischen Routen beschrieben.

Die Konfiguration des NetWare-Servers wird über das Modul INETCFG erledigt, an der Konsole wird dieses mit folgendem Befehl gestartet:
SERVER:LOAD INETCFG

Hier kann nun unter dem Punkt BINDINGS zunächst überprüft werden, ob auf die Karten das TCP/IP-Protokoll gebunden ist und welche IP-Adressen zugewiesen wurden. Ist das noch nicht geschehen, so kann das hier durch Einfuegen vorgenommen werden.




1. Kapitel Konfiguration des NetWare-4.xx-Servers mit RIP

Um das Routing zwischen den Netzwerkkarten zu etablieren, muß diese Option unter
PROTOCOLS -> TCP/IP ->IP Packet Forwarding
eingeschaltet werden. Gleichzeitig wird auch das RIP-Protokoll eingeschaltet, da Server und Router dann selbstaendig die zur Verfuegung stehenden Routen propagieren.




Nun muessen die einzelnen Interfaces des NetWare-Servers noch für RIP konfiguriert werden. Dies geschieht unter
BINDINGS -> Interface -> RIP Bind Options:




Hinter diesem Menuepunkt verbergen sich die RIP-Einstellungen, die entsprechend folgendem Bild eingestellt werden:




Haben Sie noch andere Systeme in Ihrem Netz, welche mit dem RIP-II-Protokoll nicht zusammenarbeiten, so kann hier auch RIP-I & RIP-II eingestellt werden.
Das Protokoll RIP-II ist wegen seiner Effektivitaet fuer den Informationsaustausch zwischen Server und LANCOM zu bevorzugen.

Konfiguration des LANCOMs für RIP

Das LANCOM wird zunaechst ueber den Setup-Assistenten fuer den Internet-Zugang konfiguriert, also z.B. für T-Online oder CompuServe. Danach ist jedoch eine Erweiterung der Konfiguration erforderlich.
Folgende Einstellung im LANCOM werden durch den Setup-Assistenten automatisch hinzugfuegt. Es muß aber beachtet werden, dass eine Distanz von 2 eingestellt wurde. Ist das nicht geschehen, kann dies ueber Telnet oder LANconfig geaendert werden:

SETUP/IP-Router-Modul/IP-Routingtabelle:
255.255.255.255 0.0.0.0 T-ONLINE 2 EIN




Nun muessen noch die RIP-Optionen gesetzt werden:

SETUP/IP-Router-Modul/RIP-Einstellungen:
RIP-TYP: RIP-II

oder im LANconfig:




2. Kapitel Konfiguration mit statischem Routing

Grundsaetzlich muss auch hier das TCP/IP-Protokoll auf die verwendeten Interfaces gebunden werden. Ebenso muss wie in Kapitel 1 beschrieben das IP Packet Forwarding auf Enabled("Router") gesetzt werden. Da in dieser Konfiguration nicht das RIP-Protokoll verwendet wird, ist es notwendig, das statische Routing zu aktivieren:



Allerdings muss nun die statische Routingtabelle manuell ausgefüllt werden. Sie erreichen das, indem sie ausgehend von obigem Menü Static Routing Table wählen und durch Drücken von EINFG eine Route wie folgt hinzufügen:



Da nun nur der Weg von den verschiedenen Netzen ueber das LANCOM hinweg bekannt ist, muss diesem nun noch der Weg zurueck in die Netzte mitgeteilt werden, die hinter dem NetWare-Server liegen. Dazu werden alle vom LANCOM aus hinter dem Novell-Server liegende Netze in sein Routingtabelle aufgenommen:




Konfiguration der Workstations mit Internet-Zugriff

Die folgenden Einstellungen sind identisch, egal ob Sie nun RIP oder statisches Routing verwenden:
Entgegen den Angaben in der LANCOM-Dokumentation muß in diesem besonderen Fall unterschieden werden, ob eine Workstation im 100-Mbit-Netzwerk angeschlossen ist oder im 10-Mbit-Netzwerk, also im Strang des LANCOMs selbst:
IP-Adresse 223.254.249.x IP-Adresse der Workstation aus dem 10-Mbit-Netz
Netzmaske 255.255.255.0 Netzmaske der Workstation
Gateway 223.254.249.1 Gateway ist das LANCOM
DNS-Server 223.254.249.1 DNS-Server ist ebenfalls das LANCOM

Ist eine Workstation im Strang 223.254.249.x angeschlossen, so wird ihr das LANCOM als Default-Gateway und als DNS-Server mitgeteilt.
Die Workstations im 100-Mbit-Netzwerk erhalten zwar ebenfalls als DNS-Server das LANCOM, der Default-Gateway jedoch verweist auf die lokale Netzwerkkarte des NetWare-Servers, in unserem Beispiel also 223.254.245.209:
IP-Adresse 223.254.245.x IP-Adresse der Workstation aus dem 100-Mbit-Netz
Netzmaske 255.255.255.0 Netzmaske der Workstation
Gateway 223.254.245.209 Gateway ist hier das 100-Mbit-Interface des NetWare-Servers
DNS-Server 223.254.249.1 DNS-Server ist auch hier das LANCOM

Damit sind die Wege beschrieben, wie ueber einen Novell-NetWare-4.xx-Server hinweg eine Internet-Anbindung zu erreichen ist. Diese Information wurde aufgrund eigener Tests erstellt. Sie ist als Ergaenzung zu den jeweiligen Produktinformationen zu betrachten. Bitte beachten Sie, dass es je nach Version der einzelnen verwendeten Softwarepakete (TCP.NLM, INETCFG.NLM und LANconfig) Unterschiede im Erscheinungsbild zu den abgedruckten Screenshots geben kann.

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ProdukteELSA LANCOM 1000 Office, ELSA LANCOM 2000 Office, ELSA MicroLink LANCOM MPR (SN 0153.xxx.xxx), ELSA MicroLink LANCOM MPR (SN 0317.xxx.xxx), ELSA MicroLink LANCOM (SN 0243.xxx.xxx), ELSA MicroLink LANCOM (SN 0911.xxx.xxx)
BetriebssystemeNetware 4.x
Software