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Dokument-Nr. 02.01.31.26   

Windows 9x/NT <-> Windows9x/NT ueber LANCOM (Durchsuchen der Netzwerkumgebung)

Microsoft-Systeme sind untereinander normalerweise ueber das NetBIOS-Protokoll verbunden. Dies ist einfach einzurichten und funktioniert lokal, also ohne Router und ohne groesseren Aufwand. Problematisch wird es in dem Moment, in dem weitere ueber WAN angebundene Systeme hinzukommen. Da das NetBIOS-Protokoll auf Broadkast basiert, also als Rundsendung an alle verschickt, ohne dass ein auswertbarer Addressat in jedem Paket vorhanden ist, werden auch alle Routerverbindungen aktiviert. Das kann zu unvorhersehbar hohen Telefonkosten fuehren. Aus diesem Grund wird das NetBIOS-Protokoll von vielen Routern entweder garnicht unterstuetzt, oder aber es wird gezielt gefiltert.
Um nun doch Windows-Systeme ueber WAN verbinden zu koennen, hat Microsoft die Moeglichkeit vorgesehen, NetBIOS-Pakete in TCP/IP zu verpacken und diese ueber Router zu tunneln. Leider erhaelt man damit ebenfalls wieder die unerwuenschten Aufbauvorgänge. Diese lassen sich jedoch ohne groesseren Aufwand in den entsprechenden Filtertabellen der Router unterdruecken. Dazu werden einfach die Zielports 137 bis 139 in den Protokollen TCP und UDP gefiltert.
Dieser Filter verhindert nun jedoch, dass die entfernten Workstations die Namen der Rechner des lokalen Netzwerkes aufloesen koennen oder Freigaben ansteuern. Es ist also keine Verbindung zwischen den Netzen ueber das Microsoft-Protokoll moeglich.

Um nun doch eine saubere Verbindung zwischen routerverknuepften Netzen zu erreichen, muss zwischen drei verschiedenen Netzverbindungsarten unterschieden werden:

1. Es soll eine Workstation ueber das DFUe-Netzwerk an einen Router im Netz angebunden werden.
2. Es soll ein Netz ohne eigenen Server an ein Netz mit einem Server ueber zwei Router angebunden werden.
3. Zwei eigenstaendige Netze mit jeweils eigenen Servern sollen ueber zwei Router verknuepft werden.

Im folgenden werden diese drei Varianten beschrieben. Die verwendeten IP-Adressen sind als Beispiel zu betrachten. In diesem Beispiel werden folgende Adressen verwendet:
Windows-NT- Server: 223.254.245.218

Die Basis der Namensaufloesung stellt im Microsoft-Netzwerk grundsaetzlich der NT-Server durch seinen WINS-Dienst dar. Es macht keinen Sinn, ohne einen NT-Server eine der oben genannten Verbindungsarten zu schalten, da dann ausschliesslich ueber NetBIOS gearbeitet werden muss und die unnoetigen Aufbauten der Routerverbindung nicht unterdrueckt werden koennen.
Daher wird im folgenden davon ausgegangen, dass wenigstens in einem Netz bereit ein NT-Server steht, auf dem der WINS-Server gestartet wurde. Ein DNS-Server ist nicht notwendig, kann die Pflege der WINS-Datenbank jedoch sehr erleichtern. Weitere Informationen dazu entnehmen Sie bitte den verschiedenen Informationsquellen von Microsoft.

Kapitel 1: Workstation-Anbindung

Diese Anbindung ist die Einfachste ihrer Art, da hier lediglich im LANCOM unter Konfiguriere: TCP/IP->DNS unter "Erster NBNS" die gueltige IP-Adresse des WINS-Servers eingetragen werden muss.



Dieser Eintrag sorgt dafuer, dass alle einwaehlenden Workstations die gueltige WINS-Server Adresse automatisch uebermittelt bekommen.
Im DFUe-Netzwerk der Workstations ist somit keine besondere Einstellung notwendig.

Da diese Stationen ueber das DFUe-Netzwerk keine Dial-On-Demand Verbindung haben, ist es auch nicht weiter notwendig die Pakete auf die Ports 137-139 zu filtern. Sie koennen hier ruhig uebertragen werden. Damit dies geschehen kann, ist es allerdings notwendig, dem Router das Uebertragen dieser Pakete zu erlauben.
Haben Sie eine Internetanbindung ueber den Router konfiguriert, so werden Sie wahrscheinlich einen Filter fuer diese Pakete installiert haben, oder er ist ab Werk von ELSA implementiert.
Dieser Filter ist als Immer-Filter eingerichtet und unterbindet damit generell die Uebertragung diese in TCP/IP verpackten NetBIOS-Pakete. Daher muss er modifiziert werden: Er wird als Default-Routen-Filter geschaltet. D.h. dass er nur dann wirksam ist, wenn ein Paket an die Default-Route, also den Internet-Provider gerichtet ist. Alle direkt konfigurierten Routen werden nicht gefiltert.



Den dafuer zustaendigen Eintrag finden Sie im LANconfig unter 'Konfiguriere: TCPIP -> Filter -> Filter fuer lokales Netz'.
Wird nun eine Verbindung ueber das DFUe-Netzwerk aufgebaut, so erhaelt der anwaehlende PC nach wenigen Sekunden alle notwendigen Informationen, um die Freigegebenen Ressourcen des angewaehlten Netzes darzustellen und zu nutzen.


Kapitel 2: Anbindung eines serverlosen Netzes an eines mit einem Server

Diese Konfiguration ist nur dann sinnvoll, wenn man eine Standleitung verwendet, da die WINS-Anfragen nicht unterbunden werden koennen. Im Grunde kann dann eine ganz normale Router-Router-Strecke konfiguriert werden, wie sie das LANconfig auch unter den Setup-Assistenten anbietet.
In den Workstations der entfernten Seite wird dann der WINS-Server eingetragen, der auf der lokalen Seite zu finden sein sollte. Dies geschieht unter 'Systemsteuerung -> Netzwerk -> TCP/IP':



Kapitel 3: Netzwerk-Netzwerk Anbindung, wenn auf beiden Seiten Server mit konfiguriertem WINS-Dienst stehen

In diesem Fall werden alle Workstations jeweils an ihren lokalen WINS-Server verwiesen. Der WINS-Server selbst erhaelt nun die Information, dass er sich ab und zu mit dem gegenueberliegenden WINS-Server abgleichen soll. Das fuehrt dazu, dass alle Workstations lokal auch mit den Freigaben und Namen der entfernten Partner versorgt werden. In diesem Fall werden die Verbindungen, die dem Namensabgleich dienen, auf ein einstellbares Minimum begrenzt.



In den Einstellungen eines jeden WINS-Server koennen ueber die oben angegebene Maske Zeitinformationen und Intervalle angegeben werden, die dafuer sorgen, dass ein anderer WINS-Server ueber die anliegenden Aenderungen informiert wird. Dabei kann grundsaetzlich das Push- oder Pull-Verfahren verwendet werden. In Push-Verfahren steuert ein Server den anderen an, um ihn ueber Aenderungen zu informieren, im Pull-Verfahren fragt ein Server den anderen nach eventuellen Aenderungen.

Dieses Dokument soll eine Uebersicht ueber die Netzwerkverknuepfung unter Windows 9x und Windows NT verschaffen und kann natuerlich die notwendige Dokumentation von Microsoft nicht ersetzen. Wir hoffen Ihnen damit aber die notwendigen Richtlinien geliefert zu haben, um unnoetigen Telefonkosten entgegenzutreten, die durch die Netzwerkverbindung entstehen koennen.

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ProdukteELSA LANCOM 1000 Office, ELSA LANCOM 2000 Office, ELSA MicroLink LANCOM MPR (SN 0153.xxx.xxx), ELSA MicroLink LANCOM MPR (SN 0317.xxx.xxx), ELSA MicroLink LANCOM (SN 0243.xxx.xxx), ELSA MicroLink LANCOM (SN 0911.xxx.xxx)
BetriebssystemeWindows 3.1x, Windows 95, Windows 98, Windows NT 3.5x, Windows NT 4.0, Windows NT 5.0
Software