Die ELSA AG übernimmt Hercules jetzt doch nicht
Aachen (CW) - Die ELSA AG wird entgegen ursprünglichen Ankündigungen das US-Unternehmen Hercules Computer Technology Inc. nicht übernehmen. Prüfungen hätten ergeben, daß sich die Erwartungen ELSAs nicht hätten erfüllen lassen, heißt es in einer Mitteilung. Im August hatte die seit Juni 1998 börsennotierte ELSA AG bekanntgegeben, die US-amerikanische Firma Hercules übernehmen zu wollen, die als Erfinder der Grafikkarte gilt. [...] Eigene Untersuchungen sowie eine Analyse der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Arthur Andersen hätten ergeben, daß sich das Geschäft für ELSA voraussichtlich doch nicht gelohnt hätte, teilen die Aachener nun mit. Im Interesse des Unternehmens und der Aktionäre habe man entschieden, die Verhandlungen zu beenden. ELSAs Vorstandsvorsitzender Theo Beisch sagte gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", das Wachstum der ELSA AG sei auch ohne die Übernahme von Hercules gesichert. Man werde an der internationalen Expansionsstrategie festhalten und weiter nach Akquisitionsmöglichkeiten suchen. [...]
Abendzeitung
Erfinderisch
Internet-Nutzung ohne Telefonkosten - ein Traum für Netsurfer. Der Datenkommunikationsspezialist ELSA stellte einen neuen Internetzugang über das Fernsehkabel vor. Die Börse reagierte mit einem Kurssprung: ELSA stieg in Frankfurt zur Kasse um 19 Mark (18,8 Prozent) auf 120 Mark.
ELSA bietet Anschluß für NEC
Der Elektronikanbieter ELSA hat ein Handelsabkommen mit dem japanischen Computerkonzern NEC geschlossen. Das am Neuen Markt notierte Unternehmen hat bereits Partnerschaften mit Compaq, Hewlett-Packard, Umax, Tri-Star und Acer. Es produziert und vermarktet Grafikkarten, Farbmonitore, Modems, ISDN-Adapter und Videokonferenzsysteme.
ELSA strebt an den Neuen Markt
Der größte Teil des Emissionserlöses soll das künftige Wachstum sichern und die führende Position in
internationalen Märkten stärken. Im Jahr 2000 werde ELSA zu den drei ersten der weltweit führenden Hersteller
von Computergrafik-Lösungen gehören. Und in der Datenkommunikation soll ebenfalls bis zur Jahrtausendwende ein
in Europa flächendeckendes Angebot bereitgestellt werden.
Künftige Wachstumsfelder sieht Beisch unter anderem bei Flachbildschirmen, Videokonferenzlösungen, Digital Video,
3D-Computerspielen sowie in der Breitbandkommunikation.
Die ELSA AG will im Sommer Aktien an den Neuen Markt bringen
Die aus dem Börsengang zufließenden Mittel sollen der inneren Stärkung des Unternehmens dienen. Zum anderen
plant Beisch Unternehmensübernahmen im Ausland. Man werde sich aber dennoch weiterhin auf das Kerngeschäft
konzentrieren.
Um die Marktstellung weiter auszubauen, legt ELSA großen Wert auf die Eigenentwicklung neuer Produkte. 29 Prozent
der Belegschaft sind im Bereich Forschung und Entwicklung tätig.
Mehr Wachstumschancen als wahrgenommen werden können
Deshalb will ELSA sich auf die Kerngeschäfte konzentrieren. Allerdings wird der Einstieg in neue Marktsegmente,
wie der Markt für Financial Trade-Workstations, vorbereitet.
Wachstumsmärkte sieht Beisch bei PC-Videokonferenzlösungen, Netzwerklösungen für Small Offices und Heimarbeitsplätze,
Flachbildschirme sowie Breitbandkommunikation mit um das 100fache schnellerem Netzwerkzugang.
ELSA bereitet Börsendebut vor
Das Unternehmen, wie einige andere High-Tech-Newcomer im Umfeld der Aachener TU gegründet, hat sich durch
frühen Markteintritt mit innovativer Technologie zu einem Anbieter mit wachsendem internationalen Anspruch entwickelt.
Das junge Management will verstärkt durch Export (derzeit 27 Prozent Anteil) expandieren, Marktpräsenz global ausbauen
und die Produktion dezentralisieren, um die Kunden lokal beliefern zu können.
ELSA will an der Börse Geld zur weiteren Internationalisierung holen
Die Mittel aus dem Börsengang sollen vor allem darauf verwendet werden, die internationale Präsenz des
1980 aus der Technischen Hochschule Aachen hervorgegangenen Unternehmens auszubauen. Schon jetzt hat ELSA
Niederlassungen in den Vereinigten Staaten, Taiwan und Japan. Der Umsatz, der 1990 noch unter 50 Millionen
DM gelegen hat, konnte im vergangenen Jahr auf 290 Millionen DM gesteigert werden.
Die Zahl der Mitarbeiter ist in den vergangenen drei Jahren von rund 100 auf jetzt fast 500 gestiegen. 10
Prozent aller ELSA-Mitarbeiter sind im Ausland beschäftigt.
17.10.1998
28.04.1998
- Computerzulieferer will führende Position ausbauen
28.04.1998
- Weitere Niederlassungen im Ausland geplant
28.04.1998
28.04.1998
26.03.1998
- In den vergangenen Jahren sprunghaftes Wachstum