Warum entstehen Hardware-Probleme?
Eine Betrachtung für Computer-Laien nicht für Profis.
Die Antwort kurz gefasst.
Ich könnte es mir leicht machen und sagen: Weil die Computer-Entwicklung
schneller geht als für den Anwender die kalkulierte Nutzugsdauer abläuft und
weil er denkt er könne diese durch den Einbau neuer Hardware erhöhen.
Ausführlich: Ein Beispiel
Aber ich möchte versuchen dies etwas ausführlicher und zunächst mit einem
Bild erklären. Die
Hardware-Funktion setzt sich aus den Gebäude (Gehäuse) der notwendigen Energieversorgung
und Verwaltung (Hauptplatine) und den installierten Produktionsmaschinen
(Karten) zusammen. Wo bei ich in diesem Bild eine vollautomatische Produktion
annehme in der alle Maschinen am Produktionsablauf beteiligt sind.
Das läuft so, wie es eingerichtet wurde hervorragend, die Energieversorgung
und Logistik funktioniert., aber nun scheint uns die Produktion zu langsam und
es wird an einem Engpass eine neue leistungsfähigere Maschine eingebaut.
Diese kann jedoch nicht schneller arbeiten als die vor ihr stehende Maschine
zuliefert und die dahinter stehende abnimmt, leistet also weniger als
erwartet. Zudem wird der Energieverbrauch erhöht.
Nun wollen die Produktion etwas verändern und dazu muss eine neue Maschine
eingegliedert werden, die aber extrem groß und schnell ist und und die
freie Fläche der Halle einengt und viel Energie verbraucht. Theoretisch müsste
aber alles gehen. Nach der Installation aber fangen die Probleme an. Zeitweilig
reicht die zur Verfügung gestellte Energie nicht aus und es wird das Legen
neuer Leitungen notwendig und ein neuer Vertrag mit dem Elektrizitätswerk. Auch
die Platzverhältnisse werden unzumutbar, weil nicht genügend Platz für die
An- und Ablieferung besteht, ein Anbau wird notwendig.
Also fangen wir mit der Planung einer neue Halle an in der wir außer den zwei
neu angeschafften Maschinen kaum etwas von den Anderen verwenden können.
Ausführlich: im PC
Ähnliches spielt sich im PC ab. Angefangen vom Netzteil über Prozessor,
Speicher und Bus sind die Karten verbunden, die sich jedoch auch
gegenseitig beeinflussen. Wird nun nach längerer Zeit eine neue
Karte eingebaut so erwarte diese unter Umständen einen schnelleren Bus,
oder eine stärkere Stromversorgung oder sie will auf Speicher zugreifen, der
nicht zur Verfügung steht. Das sind alles - mit Geld - zu
beseitigen Hardware Probleme, jedoch der langsamere Bus reduziert die Leistung.
Ein anderes Problem ist jedoch unter Umständen gar nicht zu beseitigen die Prozessoren werden nicht nur in Ihrer Schnelligkeit erhöht, es werden Ihnen auch neue Befehle eingefügt, die neu Leistungsmöglichkeiten eröffnen, greift nun eine Hardware auf einen der neuen Befehle zu, die der ältere Prozessor nicht versteht, so kann es durchaus sein, dass diese Karte in diesem Rechner nicht funktioniert.
Es ist aber durch aus auch der umgekehrte Fall denkbar, nämlich dass eine ältere Karte die in schneller Folge aus einem neue Rechner kommenden Befehle wegen der Geschwindigkeit nicht verstehen kann und so auch nicht funktioniert.
Dabei habe ich das große Gebiet der Treiber-Problem nicht berücksichtig es soll unter "Warum entstehen Windows-Probleme" mit behandelt werden, obwohl Treiber nicht nur für das Funktionieren unter Windows benötigt werden.
Das ganze bedeutet, dass neu Karten in einem alten Rechner und alte Karten in einem neuen Rechner immer ein großes Risiko bedeuten und dass ein Jahr im Computerleben eine lange Zeit ist.
Was man im Ideal-Fall tut.
Im Grunde sollte man den Computer 3-4 Jahre so nutzen wie er ist und ihn dann
total erneuern oder einen neuen Computer kaufen. Wenn aber der Computer auch
länger das tut, was er soll, so kann er durchaus auch länger gebraucht werden,
aber man sollte sich bewusst sein, dass jede Hardware-Veränderung problematisch
sein kann.
Will man ihn jedoch durch weitere Karten erweitern oder durch Wechsel erweitern
, so sollte man das möglichst nahe am Kaufdatum tun und sich bei einer
Erwerbung, die später erfolgt unbedingt feststellen ob die Hardware für den
Rechner geeignet ist, was die aller neuste Hardware meist nicht ist.
Jeder Notebook-Besitzer weiß, dass man dieses so komplett wie möglich kaufen muss, weil meist 1 Jahr später Erweiterungen kaum zu bekommen sind. Der PC ist hierin flexibler aber hat auch seine natürlichen Grenzen.
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