Warum entstehen Windows-Probleme? 
Die Gründe kurz gefasst: Es gibt zwar eine eingeschränkte Rückwärts-Kompatibilität aber keine Vorwärts-Kompatibilität oder  neue Programme können unter Umständen  verstehen was vor ihnen war aber niemals das was nach ihnen kommt.
Und die große Unsitte der Programmierer vieles was Ihre Programme brauchen in das Windows oder Windows\System  Verzeichnis zu kopieren. 
Schließlich ist auch  das unbegreifliche Vertrauen der Anwender in Software ein wichtiger Grund.

Doch schauen wir uns das im Detail an.
Analog zur Hardware (Siehe dort) geht auch die Entwicklung der Betriebsysteme (Windows) und der Programme relativ schnell vor sich. Im Grunde kann man sagen  seit 1998 jedes Jahr ein neues Windows. 

Windows 1.0 

11.1985

Windows 2.0 

12. 1987

Windows 3.0 

05. 1990

Windows 3.1

04. 1992

Windows NT 3.1

05. 1993

Windows 3.11

11. 1993

Windows NT 3.5

09. 1994

Windows 95 A (ohne USB) 

08. 1995

Windows NT 4.0

08. 1995

Windows 95 B (mit USB)

02. 1996

Windows 98 

06. 1998

Windows 98 Zweite Ausgabe

04. 1999

Windows 2000

02. 2000

Windows ME

09. 2000

Windows XP

10. 2001

Und man muss ganz deutlich sagen, dass ein 1998 erstelltes Programm nicht ohne weiteres mit neuen Programmen zusammenarbeiten kann, die im Jahre 2000 oder später erstellt wurden. Es kann natürlich sein, dass Programmierer die Programme so erstellen, dass sie auch mit älteren Windows Versionen zusammen arbeiten, aber dann ist es fast immer deutlich bei dem Produkt vermerkt. Es ist auch nicht so, dass Windows durch Update an die  kommende  Version herangeführt wird sonder es werden  fast ausschließlich Fehler beseitigt, sonst würde Niemand die neuen Versionen kaufen.. Neue Windows berücksichtigen jedoch  auch neue Hardware-Möglichkeiten.
Insbesondere Programme, die die Darstellungsmöglichkeiten stark ausnutzen, wie Spiele, gehen oft bis an die Grenze der Windows und Hardware-Möglichkeiten und funktionieren nur, wenn die Hardware- und Windows- Forderungen erfüllt sind.

Treiber ermöglichen die Hardware-Anwendung
Das Gesagte gilt in noch stärkerem Masse für die Treiber. Zunächst kann Hardware nicht mit Windows zusammenarbeiten, wenn keine Treiber hierfür zur Verfügung stehen oder in Windows vorhanden sind. So kommt es, dass ältere Hardware nicht  mit einem neuen Windows zusammenarbeitet, weil keine neuen Treiber vorhanden sind. Unter Umständen, und das leider sehr häufig, erstellt der Herstelle für seine alten Geräte keine Treiber für neue Windows. So bleibt dann nichts als die Hardware zu ersetzen, was aber dann dazu führen kann, das Hardware-Probleme entstehen, wenn der Rechner sonst alt ist.

Nicht das Neuste ist das Beste, sondern das Richtige.
Oft findet man auch Anwender, die denken das Neueste ist das Beste. Sie  laden und installieren  für Ihre Hardware mit älterem Windows  neue Treiber , was natürlich auch nicht funktionieren kann. Nur die Treiber für die verwendete Windows Version und das richtige Gerät können funktionieren. Hat ein Hersteller die "alten" Treiber  von 1995 und früher gelöscht und findet man diese nicht auf einer Treiber-Webseite, so kann man alte Hardware mit Windows 95 und 3x  genau so wenig verwenden wie neuere Hardware unter XP ohne XP Treiber.

Das spezielle Software Problem
Programme  müssen oft damit sie funktionieren Windows-System-Dateien aufrufen. Spezielle Programme brauchen ganz spezielle Windows-Funktionen. Um sicher zu gehen, dass die für das Programm benötigten Windows-Dateien vorhanden sind, werden diese zu den Programm-Dateien hinzugepackt und in das Windows-Verzeichnis installiert. So ist wird dann oft die vorhandene Systemdatei durch eine ältere oder neuere Version überschrieben. Während so das Programm funktioniert entstehen Probleme mit ganz anderen Programmen, weil die gleichnamigen Systemdateien unterschiedlicher  Windows-Versionen unterschiedlich reagieren.
Das wäre zu ändern, wenn Programmiere ausschließlich Programm-Dateien in das Programm-Verzeichnis kopieren würden, aber das bleibt ein schöner Wunschtraum. Also ist jede Programm-Installation mit einer möglichen Gefahr verbunden. der  Anwender sollte sich daher mit der Systemwiederherstellung vertraut machen und diese verwenden, während Profis einen Arbeits-  und einen Testrechner haben oder zwei Windows-Versionen auf den gleichen Rechner verwenden.. Mehr dazu unter Info Sicherheit >> Datensicherung.

Nicht vertrauen sondern kontrollieren!
Das Vertauen der Anwender in die Software ist ein weites Feld. Viele glauben einfach was Messprogramme sagen und was vom Rechner angezeigt wird. Der Spruch "Er lügt wie gedruckt" musste ungenant werden in der "Der Computer lügt, wenn er anzeigt". En gesundes Misstrauen ist auch bei allen Mess-Ergebnissen die die Computer-Leistung messen (Benchmark) angebracht, die nur im Vergleich mehrerer Rechner, aber nicht untereinander nützlich sind. 

Es ist doch Einsehbar, dass von Menschen erstellte Software  Unzulänglichkeiten und Fehler enthalten muss und oft aus Geschäftsinn mehr versprochen wird als die Software halten kann. Es kann auch kaum eine Software mit allen der zahllosen Computerkonfigurationen ohne Weiteres zurecht kommen. Ein gesundes Misstrauen in angezeigte Ergebnisse und Automatiken kann daher vor Nachteilen schützen.

Aber wer die benötigten Programme sorgfältig auswählt und sich mit ihnen gut vertraut macht und die Ergebnisse anfangs überprüft, wird sicher nur gute Erfahrungen machen.

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