31.03.1999
Dividende fällt aus
ELSA plant den Turn-around
agr DÜSSELDORF. Die ELSA AG, Aachen, ein Hersteller von PC-Komponenten für die Computergrafik und Datenkommunikation, peilt im laufenden Geschäftsjahr mit einer Umsatzrendite zwischen 5 und 6 % vor Steuern ein deutlich positives Ergebnis und damit den Turn-around an. Der Umsatz soll 1999 auf deutlich über 350 Mill. DM steigen.
Erreichen will Vorstandsvorsitzender Theo Beisch dieses Ziel durch die Konzentration auf die Kernaktivitäten und den Ausbau des Bereichs Marketing sowie vor allem durch den Ausbau des Auslandsgeschäfts, das mittelfristig einen Anteil von 50 % (1998: 24 %) am Umsatz erreichen soll. Gegründet wurden bereits Vertriebsgesellschaften in Frankreich, Großbritannien und Italien. Folgen werden Gründungen in Osteuropa, den Benelux-Ländern und Skandinavien. Gesucht werde auch nach Akquisitionsmöglichkeiten. Beisch schließt nicht aus, daß es in diesem Jahr bereits zu einer Übernahme kommen wird. Zur Finanzierung der Akquisition sei eine Kapitalerhöhung denkbar.
Auf eine Dividende müssen die Aktionäre der Elsa - über 77 % der Anteile hält Theo Beisch - indessen verzichten. Elsa schließt 1998 mit einem Verlust von 17,5 (1997: Gewinn von 6,5) Mill. DM ab. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich auf minus 17,1 (plus 13,8) Mill. DM Der Umsatz betrug 299,5 (286,5) Mill. DM Davon entfielen 213,5 (196,7) Mill. DM auf Computergrafik, 86 (89,9) Mill. DM auf Datenkommunikation.
Beisch begründet den Ergebniseinbruch mit dem Preisverfall auf dem Markt, der sich in der Erhöhung der Herstellkosten um 12,2 % auf 244,5 Mill. DM widerspiegele. Hinzu kämen die Anlaufverluste aus der Gründung von Vertriebsfilialen in Asien, die Kosten des Börsengangs von 6,3 Mill. DM und gesteigerte F&E-Aufwendungen.
02.03.1999
Manfred Hasseler wird neuer Vertriebsvorstand der ELSA AG in Aachen. Zugleich leitet er auch das neu gegründete Vorstandsressort E-Commerce. Hasseler war zuvor zuständig für das zentral- und osteuropäische Geschäft von US-Robotics und wurde nach der Fusion mit 3Com Geschäftsführer der 3Com Deutschland GmbH.
02.03.1999
Nebgen kommt von Sony
Helmut Nebgen, zuvor Leiter der Marktforschung bei Sony Deutschland, ist in den Vorstand der Aachener ELSA AG berufen worden. Dort übernimmt der 36jährige das neu geschaffene Ressort Markenartikel und Konsumgütermarketing.
27.02.1999
ELSA treibt Expansion in Europa voran
Die ELSA AG Aachen treibt die Expansion in europäische Länder voran. Die Gesellschaft gab die Gründung von Vertriebs- und Marketinggesellschaften in Frankreich, Großbritannien und Italien bekannt. Damit sollen neue Marktsegmente in den Ländern erobert werden.
Es werde mit erheblichem Umsatzpotential gerechnet, hieß es. ELSA-Chef Theo Beisch erklärte, der Schritt in europäische Länder stehe im Zusammenhang mit den beim Börsengang im Juni 1998 angekündigten Expansionszielen. Die Zielmärkte Frankreich, Großbritannien und Italien mit Südeuropa seien als zentrale Ansatzpunkte für die weitere Expansion in Europa zu sehen.
Die am Neuen Markt der Frankfurter Börse notierte ELSA AG produziert und verkauft Software- und Hardwarekomponenten für Computer. Die 1980 gegründete Gesellschaft beschäftigt derzeit 550 Mitarbeiter. Das Unternehmen hatte von Januar bis September 1998 rund 200 Mill. DM umgesetzt. Für das Gesamtjahr war eine Umsatzprognose von rund 300 Mill. DM abgegeben worden.
24.02.1999
ELSA AG, Aachen. Der Hersteller von Computerzubehör hat zusammen mit der Siemens AG ein neues Kommunikationssystem zur Funkverbindung und -anbindng von Personal Computern entwickelt.
Wie es in einer Pressemitteilung von ELSA heißt, ist auf diesem Weg auch ein drahtloser Internetzugang möglich. Für drahtlose Netzwerke wird nach Angaben von ELSA in den kommenden Jahren ein jährliches Wachstum von bis zu 60 Prozent vorhergesagt. Zudem würden Preise möglich, die um mehr als die Hälfte unter denen der heute gebräuchlichen Systeme liegen. Folge werde das Zusammenwachsen von Computern mit Fernsehgeräten, Alarmanlagen und anderen elektronischen Geräten sein.
19.02.1999
Drahtloser Internetzugang von ELSA und Siemens
Die ELSA AG, Aachen, hat in Zusammenarbeit mit der Siemens AG, München, ein neues Kommunikationssystem zur Funkvernetzung und -anbindung von PCs entwickelt.
Wie ELSA ad hoc mitteilte, ist auch ein drahtloser Internetzugang möglich. Als erstes aus der Kooperation entstandenes Produkt werde von Siemens das I-Gate im März auf der CeBIT 1999 der Öffentlichkeit vorgestellt. ELSA wird die im Rahmen der Kooperationsvereinbarung entstandenen Technologien anbieten. Für drahtlose Netzwerke wird nach Unternehmensangaben entsprechend einer IDC-Studie in den nächsten Jahren ein jährliches Wachstum von 50 bis 60% prognostiziert.
26.11.1998
ELSA AG, Aachen. Das Unternehmen hat den ersten eigenen Chip für die Datenkommunikation entwickelt. Wie es in der Pressemitteilung heißt, soll die Chipentwicklung künftig als strategisch wichtiger Bereich ausgebaut werden, denn Modems, ISDN- und andere Kommunikationsprodukte benötigen als wesentliche Kernkomponente leistungsfähige Spezialprozessoren. Bislang habe ELSA diese Chips zugekauft. Die Eigenentwicklung benötige bis zu 40 Prozent weniger externe Bauteile, reduziere dadurch die Kosten und erlaube den Einbau zusätzlicher Funktionen.